Ein Brunnen für Taha

In der langfristigen Planung der Schule war schon immer ein Brunnen vorgesehen, zuerst aber nur, um die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte zu versorgen. Unsere Partner vor Ort versicherten jedoch, dass bereits während der Bauphase eine direkte Wasserversorgung die Arbeit vereinfachen würde und außerdem der erleichterte Zugang zu sauberem Trinkwasser eine erhebliche Verbesserung für die ansässige Bevölkerung bedeuten würde.

Deswegen wurde bereits 2016 die Bohrung eines Trinkwasserbrunnens mitsamt einer elektrischen, absenkbaren Pumpe durchgeführt. Damals unterlief der Baufirma jedoch ein grober Fehler, weshalb schon nach kurzer Zeit einfallender Sand die Pumpe verstopfte.
Die verantwortliche Baufirma konnte leider nicht zur Rechenschaft gezogen werden, sie ist inzwischen insolvent und so mussten wir wieder von Null beginnen. Wir waren einstimmig der Meinung, dass ein neuer Brunnen absolut notwendig sei. Diesmal bemühten wir uns aber um verschiedene Förderungen. Dadurch kam es zu einer kleinen Verzögerung, bis wir uns schließlich dazu entschlossen das Projekt wieder selbst zu finanzieren.

Mit diesem Entschluss übernahmen unsere Partner in Ghana die Arbeit. Zugleich war es das erste offizielle Projekt der neu gegründeten „Northern Educational Alliance“ (NEA), unserem Partnerverein.
Die größte Herausforderung trat gleich zu Beginn des Projekts auf. Es war die Suche nach einer geeigneten Bohrstelle. Deswegen wurden gleich mehrere geologische Gutachten für verschiedene Stellen erstellt. Die Umgebung von Tamale, worin auch Saguli liegt, ist allgemein dafür bekannt einen sehr niedrigen Grundwasserspiegel zu haben und mit diesem Problem wurden wir auch bei der ersten Brunnenbohrung schon konfrontiert.

Für die Brunnenbohrung wurden Angebote von drei verschiedenen Baufirmen eingeholt. Die Entscheidung fiel auf die Firma Terrahydro Associates LTD, welche am 13. Januar 2018 mit der Bohrung begann. Die Erwartungen waren sehr hoch und deswegen war auch der Andrang der Dorfbewohner, die den Arbeiten beiwohnen wollten stark. Unter anderem waren die Vorsitzenden der NEA, der Chief, sowie die Ältesten von Saguli anwesend. Zur großen Freude und allgemeinen Erleichterung stieß man schließlich in einer Tiefe von ca. 80 Metern auf Wasser. Damit war die größte Sorge einer vergeblichen Bohrung beseitigt. Weil der Bauunternehmer noch Baumaterial zur Brunnenbefestigung aus der Hauptstadt heranschaffen musste, verzögerten sich die Arbeiten noch um einen Monat, aber am 28. Februar 2018 war das Projekt vollständig abgeschlossen.
Der Brunnen steht ab sofort der Dorfbevölkerung als Trinkwasserquelle zur Verfügung. Betrieben wird er von einem Dieselgenerator. Um die anfallenden Kosten, sowie die Wartung des Brunnens kümmert sich ein eigens gegründetes Brunnenkomitee bestehend aus BewoherInnen des Dorfes. Sobald die Schule fertiggestellt ist, soll der Brunnen jedoch primär von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden.

Wir und die Bewohnerinnen und Bewohner von Saguli sind hocherfreut über den erfolgreichen Abschluss des Projekts, der spürbar zur Verbesserung der Situation vor Ort beitragen wird. Auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist, ist es ein Schritt in die richtige Richtung.

 

 

Der Brunnen ist fertig

Ein erster wichtiger Schritt wurde jetzt mit der Fertigstellung unseres Brunnens erreicht. Dieser Brunnen wird den Schülern als Trinkwasserquelle dienen, sobald die Schule in Betrieb ist. Außerdem bedeutet er schon jetzt auf der Baustelle  eine Arbeitserleichterung, da z.B. für den Beton kein Wasser mehr aufwendig angeliefert werden muss.

Als man im November die Bohrung begann, war die Spannung groß, ob man auf Wasser stoßen würde. Doch dann kam die erleichternde Nachricht. Die Bohrung war erfolgreich, die Arbeiter waren tatsächlich auf Wasser gestoßen. Zwar mussten sie dafür 100 Meter tief graben, aber trotzdem war es ein großes Glück, denn so ersparte es uns die Kosten und Mühen für eine zweite Bohrung. Der Brunnen wurde sogleich befestigt, das heißt, dass ein Rohr verlegt und eine Pumpe angeschlossen wurde. Außerdem soll ein Generator, sowie ein Tank mit Stand angeschafft werden. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 6000€, was durch die großzügigen Spenden und erfolgreichen Wohltätigkeitsaktionen des letzten Jahres gedeckt werden konnte.

Wir freuen uns sehr, dass es mit dem Schulbau jetzt Schritt für Schritt voran geht und zählen auf weitere, kräftige Unterstützung.

Auf dem Bild sieht man den Anschluss der Pumpe.

Neues von der Baustelle

Erste Fortschritte werden sichtbar. Mit einem Teil der Spenden konnten Baumaterialien gekauft und sogleich verarbeitet werden. Die Arbeiter in Ghbalahi gossen selbstständig an die 1000 Ziegel aus Sand und Zement. Aus diesen Ziegeln werden später die insgesamt vier Blocks errichtet, die die Schule ausmachen. Außerdem wurde, wie man links sieht, der Grundriss abgesteckt. Beste Voraussetzungen, so kann es weitergehen.

Wir haben schon 4722 €!

So sieht es derzeit in Ghbalahi aus. Wie Sie sehen können stehen noch keine Gebäude. Das soll sich aber in Kürze ändern. Dieses Stück Land, welche Sie auf dem Bild sehen, wurde uns vom Chief und den lokalen Behörden zugeteilt, um unsere Schule zu bauen. Das heißt, es ist bereits für die Schule reserviert. Der nächste Schritt wird sein, Ziegel zu machen, die später dazu verwendet werden, den Komplex zu bauen.