In Saguli hat ein neues Schuljahr begonnen – und es bringt gleich mehrere wichtige Entwicklungen mit sich. Zum ersten Mal seit Bestehen unseres Nachhilfeprogramms werden in diesem Jahr zwei Klassen parallel unterrichtet. Damit können wir noch mehr Schülerinnen und Schüler erreichen und ihnen die Chance auf einen Schulabschluss ermöglichen.
Möglich wird dieser Schritt durch den Ausbau unserer Infrastruktur im vergangenen Jahr, bei dem das Schulgebäude um eine zusätzliches Klassenzimmer und eine Bibliothek erweitert wurde.
Gleichzeitig bleiben wir unserem bewährten Konzept des hybriden Unterrichts treu, das digitalen Unterricht via Lehrvideos mit klassischem Unterricht verbindet und sich bereits in den vergangenen Jahren als sehr effektiv erwiesen hat.
Das Interesse ist groß: Insgesamt haben sich 64 Schülerinnen und Schüler für das Programm angemeldet. Sie werden von zwei ausgebildeten Lehrern in den Fächern Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften und Sozialkunde unterrichtet und gezielt auf die WASSCE-Abschlussprüfungen vorbereitet.
Mit dem Start des neuen Schuljahres richten wir den Blick auch auf ein weiteres wichtiges Projekt: Unsere Bibliothek soll schon bald in Betrieb genommen werden. Sie wird den Schülerinnen und Schülern Zugang zu dringend benötigten Lehrbüchern ermöglichen und zugleich einen ruhigen Ort zum Lernen bieten – etwas, das für viele von ihnen zu Hause kaum möglich ist.
Um die Bibliothek mit Leben zu füllen, sind wir weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Spenden helfen uns, die notwendigen Bücher anzuschaffen und damit die Lernbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Wir freuen uns sehr über den gelungenen Start in das neue Schuljahr – und darauf, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg weiter begleiten zu dürfen.








h für diesen Zweck ist noch ein weiterer Akteur entscheidend, und zwar der Ghana Educational Service (GES). Das ist die ghanaische Schulbehörde, die unter anderem verantwortlich ist für den inklusiven und gleichberechtigten Zugang zu Bildung, aber auch für die Einstellung von Lehrkräften. Kurz gesagt kümmert sich das GES um den Betrieb aller staatlichen Schulen. Da wir unsere Schule an den ghanaischen Staat übergeben wollen, war es entscheidend auch die Vertreter des GES zu treffen.
anisation NEA das gemeinsame Projekt beim Regional Director of Education, Dr. Peter Attafuah, vor. Bei dem Treffen wurden gleich konkrete Schritte vereinbart, weshalb am nächsten Tag eine Delegation des GES gemeinsam mit unseren Vereinsvertretern den Projektstandort besuchte. Die Abgesandten zeigten sich bei der Begehung stark beeindruckt von der barrierefreien Einrichtung, dem Hygienekonzept, das vor Ort umgesetzte wird, und unseren Bestrebungen zur Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen.

Auch die Lehrer freuten sich den Gast aus Deutschland kennen zu lernen und bedankten sich mehrmals für das Engagement des Taha-Schul-Projekts. Sie sprachen von einem unvergleichlichen Projekt. Denn die Nachhilfeschule in Taha ermöglicht den Schüler:innen eine zweite Chance im Leben, die sie sonst nie bekommen hätten.

