Anfang Oktober läuteten die Schulglocken an unserer Förderschule in Taha wieder, und Alhassan Salifu, der Direktor der „Northern Educational Alliance“ (NEA), begrüßte einen neuen Jahrgang an der Schule. 
Dies ist bereits der dritte Jahrgang, der dort Unterricht in den Fächern Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften erhält, um danach die ghanaischen Abschlussprüfungen WASSCE zu wiederholen. Allerdings gibt es seit diesem Jahr gibt es jedoch zwei wichtige Neuerungen.
Die bedeutendste Veränderung ist die Einführung eines hybriden Unterrichtskonzepts. Mithilfe von Lehrvideos, die von der ghanaischen Schulbehörde produziert wurden, wird der konventionelle Unterricht ergänzt. Diese Videos vermitteln nicht nur fachliches Wissen, sondern fördern auch die digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.
Doch der wichtigste positive Aspekt, den dieses neue Konzepts mit sich bringt ist, dass in diesem Jahr zusätzlich das Fach Sozialkunde unterrichtet werden kann. 
Wir wollen uns bei allen unseren Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken. Ein besonderer Dank geht dabei an die Georg Kraus Stiftung, die den hybriden Unterricht mit einer großzügigen Spende gefördert hat.
Ein weiterer Vorteil des hybriden Unterrichts ist, dass es in Zukunft möglich sein wird, statt nur einen Jahrgang bis zu zwei weitere Jahrgänge gleichzeitig zu unterrichten. Doch um so vielen Schülerinnen und Schülern Platz zu bieten, muss unser Schulgebäude erweitert werden. Wir hoffen Anfang des nächsten Jahres mit dem Ausbau beginnen zu können.




h für diesen Zweck ist noch ein weiterer Akteur entscheidend, und zwar der Ghana Educational Service (GES). Das ist die ghanaische Schulbehörde, die unter anderem verantwortlich ist für den inklusiven und gleichberechtigten Zugang zu Bildung, aber auch für die Einstellung von Lehrkräften. Kurz gesagt kümmert sich das GES um den Betrieb aller staatlichen Schulen. Da wir unsere Schule an den ghanaischen Staat übergeben wollen, war es entscheidend auch die Vertreter des GES zu treffen.
anisation NEA das gemeinsame Projekt beim Regional Director of Education, Dr. Peter Attafuah, vor. Bei dem Treffen wurden gleich konkrete Schritte vereinbart, weshalb am nächsten Tag eine Delegation des GES gemeinsam mit unseren Vereinsvertretern den Projektstandort besuchte. Die Abgesandten zeigten sich bei der Begehung stark beeindruckt von der barrierefreien Einrichtung, dem Hygienekonzept, das vor Ort umgesetzte wird, und unseren Bestrebungen zur Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen.

Auch die Lehrer freuten sich den Gast aus Deutschland kennen zu lernen und bedankten sich mehrmals für das Engagement des Taha-Schul-Projekts. Sie sprachen von einem unvergleichlichen Projekt. Denn die Nachhilfeschule in Taha ermöglicht den Schüler:innen eine zweite Chance im Leben, die sie sonst nie bekommen hätten.

