Die Schule kann beginnen

Am 06. April 2021 war es endlich so weit: Die Ghbalahi  Aufbau-Schule in Taha öffnete zum ersten Mal ihre Tore.

Nach nur acht Monaten Bauzeit und einer langjährigen Vorbereitung konnte die Ghbalahi Aufbau-Schule in Taha nun im April den Betrieb aufnehmen. Durch die Corona-Pandemie hatte sich der Schulstart in ganz Ghana auf den 1. Januar verschoben. Da unsere Schule jedoch noch in privater Hand liegt, konnten wir das Startdatum individuell bestimmen und so sichergehen, dass ein ausgeklügeltes Hygienekonzept durchgesetzt und der Betreib reibungslos laufen kann.

Gestartet wurde nun die Aufbauschule für 21 Schüler*innen  im Alter von 15 bis 18 Jahren, die ihre Abschlussprüfung der SHS (Secondary High School; vergleichbar mit dem deutschen Gymnasium) nicht bestanden haben uns deshalb keinen Schulabschluss besitzen. Diesen können sie nun nachholen. Außerdem sollen Schüler*innen unterrichtet werden, die gar nicht erst die Möglichkeit haben eine SHS zu besuchen, weil die nächste Schule zu weit entfernt ist. Mit gezieltem Unterricht und einem Nachhilfeangebot von geschultem Lehrpersonal werden sie in den Kernfächern Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften gezielt auf die Abschlussprüfungen vorbereitet.

Bisher besteht das Personal aus drei Lehrkräften für Mathe, Englisch und Naturwissenschaften. Aufgrund der individuellen Umstände der Schüler*innen, findet der Unterricht nachmittags und an den Wochenenden statt. Viele von ihnen arbeiten oder müssen zuhause im Haushalt oder auf den Feldern helfen und können deshalb nicht vormittags zum Unterricht kommen. Die ersten 21 Schüler*innen kommen aus der direkten Umgebung der Schule aus Taha.

Aufgrund der anhaltenden Pandemie wurde auf Basis der Richtlinien der ghanaischen Regierung ein Hygienekonzept entwickelt, um eine sichere Umgebung zum Lernen schaffen zu können. Vor Beginn des Unterrichts muss sich jeder Teilnehmende die Hände gründlich waschen. Anschließend wird mit einer sogenannten „temperature gun“, einem kontaktlosen Thermometer, die Temperatur gemessen. Erst wenn diese unbedenklich ist, dürfen die Schüler*innen den Klassenraum betreten. Es herrscht Maskenpflicht im gesamten Gebäude. Zusätzlich werden die Räumlichkeiten täglich gereinigt. Masken und Desinfektionsmittel wurden vom Verein zur Verfügung gestellt.

Die meisten der Schüler*innen kommen aus einkommensschwachen Familien. Deshalb werden die laufenden Kosten auch weiterhin vom Verein übernommen. Wir wollen den Jugendlichen Bildung und damit Perspektiven und mehr Möglichkeiten für ihre Zukunft bieten. Wir sind deshalb weiterhin auf Spenden angewiesen und freuen uns über jede Unterstützung! Für Fragen und weitere Informationen sind wir unter unserer Emailadress info@tahaschulprojekt.de zu erreichen.

Spendenkonto:
Empfänger: Taha-Schul-Projekt e.V.
IBAN: DE31 7426 1024 0005 7637 54
BIC: GENODEF1CHA
Raiffeisenbank Chamer Land eG

Bei Angabe der Adresse schicken wir unaufgefordert eine Spendenquittung zu.

Das Gebäude steht

Was für ein tolles Gefühl ist es diese Bilder zu sehen! Nach all den Jahren harter Arbeit zeichnet sich nun endlich der Lohn für unsere Mühen ab. Natürlich ist die Schule noch nicht fertig, aber die Bauarbeiten laufen richtig gut. Nun braucht man nicht mehr viel Fantasie, um sich vorzustellen, was da einmal stehen wird.

Wo man zuletzt nur eine große, rechteckige Betonfläche sehen konnte, steht nun ein beeindruckendes Haus. Nachdem man die Arbeiten am Boden endlich abgeschlossen hatte, wurde mit den Mauerarbeiten begonnen. Diese dauerten nicht mal eine Woche, sodass es aussah als würde unser Schulgebäude wie ein Pilz aus dem Boden schießen. Nach den Maurern waren die Zimmerer an der Reihe, um einen hölzernen Dachstuhl auf den Wänden zu errichten. Zum Abschluss des Rohbaus haben sie unserer Schule dann eine strahlende Krone in Form eines Wellblechdachs aufgesetzt.
Doch nach dieser erfolgreich abgeschlossenen Etappe, wurde sogleich weitergearbeitet. Die restlichen Mauern bis zum Giebel mussten verlegt werden und dann konnten unsere Arbeiter auch schon mit dem Verputzen beginnen. Diese mühevolle Aufgabe nahm einige Zeit in Anspruch, doch das Resultat zeigt, dass es die Mühe definitiv wert war.

Die Toiletten sind unsere zweite Baustelle und bei ihnen ging es fast genauso wie beim Klassenzimmerbau weiter – nur im kleineren Maßstab: Zuerst wurden die Mauern hochgezogen. Dabei wurden vier getrennt begehbare Kabinen gebaut und eine Außenmauer rundherum, welche als Sichtschutz dient. Auf die Kabinen wurde ebenso ein hölzerner Dachstuhl verlegt und mit einem Wellblechdach abgeschlossen. Zum Schluss wurde alles verputzt und nun wartet das Toilettenhäuschen zusammen mit dem Schulgebäude auf seinen Anstrich. Davon werden wir euch in Kürze berichten.

 

Let’s move for a better world challenge

Bereits im letzten Jahr startete unsere Kooperation mit der Fitnesslounge Cham. Deren Inhaber Martin Hiebl zeigte sich sehr interessiert an unserem Projekt und wollte es gerne unterstützen.
Im November fiel dann der Startschuss für die erste Aktion: Die „Let’s move for a better world challenge“.
Die Trainingsleistungen der Mitglieder wurden in einem Challengesystem in Punkte umgerechnet, welche das Fitnessstudios wiederum in Spenden verwandelte. Somit kamen bereits 1600€ zusammen, die unser zweiter Vorstand Andreas Sperlich auf dem Weihnachtsbrunch der Fitnesslounge feierlich entgegennahm.

Die Spendenaktion kam bei den Teilnehmern sehr gut an, weshalb wir die Zusammenarbeit auch weiterhin fortsetzen. Aktuell läuft eine Verlosung, deren Erlös an unser Projekt gespendet werden soll. Wir bedanken uns schon jetzt bei Martin Hiebl und der Fitnesslounge Cham für ihre großartige Unterstützung und wünschen allen Mitgliedern weiterhin viel Spaß beim Trainieren!

Bericht über das Jahr 2017

Auch wenn noch immer kein Schulgebäude auf unserem Grundstück in Taha steht, ist dennoch im letzten Jahr einigespassiert. Wir wollen euch natürlich auf dem neusten Stand halten und haben euch deshalb einen

Jahresüberblick über das vergangene Jahr zusammengestellt:

Starker Partner vor Ort

2017 wurde in Ghana eine NGO (Nichtregierungsorganisation) mit dem Namen „Northern Educational Alliance“ gegründet. Ihr Vorsitzender und unser langjähriger Partner, Alhassan Salifu,hatte die Grundidee zum Taha-Schul-Projekt. Durch den neu gegründeten Verein sollen Strukturen zur Bildung, insbesondere der Bildung von Mädchen, im Norden Ghanas geschaffen werden. Die NGO besteht aus fünf Mitgliedern und ist unser Partnerverein vor Ort.

 

Austausch mit anderen Vereinen

Vereinsgründer und Vorsitzender Christoph Wenzl hat im Mai an einem Beratungsseminar derOrganisation „bengo“, einem untergeordneten Gremium des BMZ, teilgenommen. Im Mittelpunkt des zwei-tägigen Seminars stand die Frage, wie man Förderanträge stellt und was dabei vor allem in anderen Ländern zu beachten ist. Außerdem bekam Christoph viele weitere wertvolle Tipps zur Projektarbeit und konnte sich mit Vertretern anderer Vereine austauschen und Kontakte knüpfen. Ziel im neuen Jahr ist es deshalb die Arbeit in Ghana noch besser zu strukturieren und nachhaltig vor Ort zu arbeiten. Aus diesem Grund wurden in Ghana ein Brunnen- und ein Erziehungskomitee gegründet, um die Fortschritte und Probleme im Auge zu behalten und so den langfristigen Erfolg des Projekts sicherzustellen.

Inspiriert durch die Eindrücke aus dem Seminar haben wir uns im letzten Jahr vor Allem mit der Planung des Projekts beschäftigt. So konnten wir eine solide Grundlage für alle weiteren Schritte erarbeiten und hoffen in diesem Jahr einen Förderantrag an das Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) zur Finanzierung des Hauptgebäudes der Schule stellen zu können.

Ein neuer Brunnen für Taha

Auch unsere Partner in Ghana waren fleißig im letzten Jahr. Sie haben eine neue Brunnenbohrfirma engagiert. Anfang dieses Jahres beginnen nun die Arbeiten am neuen Brunnen, der nicht nur für die Bauarbeiten wichtig ist, sondern auch für den späteren Schulbetrieb. Zunächst sollen der Brunnen aber   den Dorfbewohnern als Trinkwasserquelle dienen, da sie bisher nur sehr schwierigen Zugang zu sauberem Wasser haben erhalten und wir hoffen dadurch ihre  Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.

Danke!

Abschließend wollen wir Danke sagen. Ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Mitglieder und Spender wären wir nie so weit gekommen. Taha-Schul-Projekt e.V. hat mittlerweile schon 32 Mitglieder. Wir bedanken uns für alle Mitgliedsbeiträge, alle Spenden, die bei Geburtstagsfeiern und anderen Veranstaltungen gesammelt wurden und für die Mithilfe bei der Organisation und Koordination der alltäglich anfallenden Aufgaben.  An dieser Stelle geht ein besonderes Lob an Robert Wenzl, der im letzten Jahr unsere Website neu gestaltet hat.

Wir freuen uns auf ein aufregendes und produktives Jahr 2018!