Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie musste die Jahreshauptversammlung wie schon im Jahr zuvor online stattfinden. Vor den Computerbildschirmen daheim verfolgten die Mitglieder deswegen zunächst den Rückblick, den der Vorsitzende Christoph Wenzl auf das vergangene Jahr gab.
Dieses war für unseren Verein, der es sich zum Ziel gesteckt hat, eine weiterführende Schule in Ghana zu bauen, in vieler Hinsicht positiv verlaufen. Ganz besonders freute den Vorsitzenden der erfolgreiche Schulstart im Zielland. Dort wurden in der vom Verein neu gebauten Schule zum ersten Mal 33 Jugendliche in den Fächern Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften unterrichtet.  Unterricht in Taha

Bei diesen Kernfächern haben die meisten Schülerinnen und Schüler in Ghana Probleme und der kostenlose Unterricht an der neuen Schule in Taha gab ihnen die Möglichkeit sich intensiv auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten, welche im Dezember stattfanden. Obwohl die Ergebnisse noch nicht bekannt sind, zeigten sich die Lehrer sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge und lobten die Initiative des Vereins, welche den Jugendlichen eine ungeahnte Chance ermöglicht. Dazu trug wesentlich auch die Danubius Stiftung bei, die die Prüfungsgebühren für alle 33 Schülerinnen und Schüler übernahm. Auch in Deutschland war der Verein sehr erfolgreich gewesen und konnte durch Benefizkonzerte und Vorträge Spenden sammeln und auf seine Arbeit aufmerksam machen.

Ein ganz besonderes Highlight der Sitzung war ein Videotelefonat mit dem Vertreter der ghanaischen Partnerorganisation, Alhassan Salifu. Die Mitglieder nutzten diese Gelegenheit, um Fragen über die aktuelle Situation in Ghana und über den Schulbetrieb im Allgemeinen zu stellen. Auch Alhassan freute sich sehr über den Austausch und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

An die erfolgreiche Arbeit wolle man auch in diesem Jahr anknüpfen und auf jeden Fall den Unterricht fortsetzen. Diesen können alle interessierten UnterstützerInnen mit einer Schulpatenschaft fördern. Darüber hinaus soll aufgrund der regen Nachfrage die Schule um zwei Klassenzimmer erweitert werden.

Die Temperatur war um einige Grad niedriger als in Ghana, doch das Publikum war im gleichen Alter wie die Schüler:Innen unserer Aufbauschule in Taha, als Christoph Wenzl im November an seiner ehemaligen Schule, dem Joseph-von-Fraunhofer Gymnasium (JvFG) Cham von unserem Projekt berichtete.

Vor zahlreichen versammelten Oberstufenschüler:Innen erzählte er von der schwierigen Ausgangssituation in Taha und dem erfolgreichen Schulbau im vorigen Jahr. Die Chamer Schüler:innen zeigten reges Interesse, vor allem als Wenzl begann vom Schulstart im April 2021 zu berichten: Unter strengen Vorsichtsmaßnahmen startete damals die Schule mit nur 21 Schülerinnen und Schülern. Heute besuchen insgesamt 30 junge Frauen und Männer im Alter von 18 bis 29 Jahren die Schule.

Die Chamer Schüler:innen staunten nicht schlecht, als sie von dem Schulalltag in Ghana hörten, der sich etwas von ihrem unterscheidet. Der Unterricht findet nachmittags und an den Wochenenden statt, damit sowohl Schüler:innen als auch Lehrer Zeit für ihre anderen Verpflichtungen, wie Arbeit, Mithilfe im Haushalt oder auf den Feldern haben.
Drei ausgebildete Lehrkräfte für die Fächer Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften bereiten die 30 Schülerinnen und Schüler in Taha gezielt auf die Abschlussprüfungen in diesen drei Kernfächern vor. Diese beginnen im Dezember und dank einer großen Spende konnten für alle Schüler:innen Stipendien für die Kosten der Examen vergeben werden.

Abschließend bedankte sich Christoph Wenzl nochmals besonders beim Kinderhilfswerk des JvFG und bei den Fraunhofer Schüler:innen, die mit einer großzügigen Spende den Kauf von neuen Schulmaterialien im Sommer dieses Jahres ermöglicht hatten.

Nach einem Besuch der Schule im Mai, bei dem der Vorsitzende der Northern Educational Alliance (NEA), Herr Allhassan Salifu, sowohl mit den Schüler:innen als auch dem Personal der Schule sprach, stellte er verschiedene Probleme fest. Die meisten von ihnen hatten mit fehlender Ausstattung zu tun und könnten leicht behoben werden. Mit Hilfe der großzügigen Unterstützung von Spender:innen aus Deutschland, besonders des Joseph-von-Fraunhofer Gymnasiums (JvFG) Cham, konnten die folgenden Artikel im Gesamtwert von 1160€ gekauft werden, um die Qualität des Unterrichtens und Lernens deutlich zu steigern.

Tafel
Die Tafel, welche bislang verwendet wurde, hatte nur eine sehr geringe Größe. Das führte zu langen Verzögerungen im Unterricht, da die Lehrer warten mussten bis die Schüler:innen den Tafelanschrieb kopiert hatten, bevor sie wieder etwas Neues anschreiben konnten. Mit den Spenden konnte ein zusätzliches, doppelt so großes white board erworben werden, welches den Lehrern den Tafelanschrieb erleichtern und den Unterrichtsablauf verbessern soll.

Notiz- und Hausaufgabenhefte
Dies wurde von einem der Lehrer als „Dorn im Auge und erbarmungswürdig während des Unterrichts“ beschrieben. Die meisten der Schülerinnen und Schüler besitzen weder Notiz- noch Hausaufgabenhefte. Anstatt separate Hefte für jedes Fach benutzen sie ein und dasselbe Heft für alle Fächer sowohl für die Mitschriften als auch für die Hausaufgaben oder im Extremfall lediglich lose Blätter. Dass das kein gesundes Lernverhalten ist, ist klar, weshalb insgesamt 90 Hefte angeschafft wurden, welche sie zum einen für ihre Mitschriften und zum anderen für ihre Hausaufgaben verwenden können.

Ausgewählte Lektüren
Der Englischlehrer machte auf einen Aspelt des Lehrplans aufmerksam, welcher die Lektüre und Analyse bestimmter Bücher für die WASSCE Abschlussexamen in Englisch beinhaltet. Wer diese Bücher nicht gelesen hat, reduziert seine Chancen auf das Bestehen der Englischprüfung drastisch, weil sich ein wichtiger Anteil der Examensfragen auf diese Bücher bezieht. Darum wurden insgesamt 90 Lektürebücher von je drei verschiedenen Autor:innen gekauft und an die Schüler:innen verteilt.

Die NEA möchte ihren tiefsten Dank aussprechen für die großartige Unterstützung bei der Anschaffung der oben genannten Materialien, die den Schüler:innen der Aufbausschule enorm helfen werden – vor allem in Hinblick auf die anstehenden WASSEC Examen. Die Schülerinnen und Schüler waren voller Freude über die Lernartikel und bedanken sich ebenfalls. Zuletzt möchte das Taha-Schul-Projekt einen besonderen Dank an das JvFG richten, denn ohne dessen Unterstützung wäre die schnelle Umsetzung dieser Maßnahme nicht möglich gewesen. Wir sind uns sicher, dass die Materialien bestmöglich genutzt werden.

Am 06. April 2021 war es endlich so weit: Die Ghbalahi  Aufbau-Schule in Taha öffnete zum ersten Mal ihre Tore.

Nach nur acht Monaten Bauzeit und einer langjährigen Vorbereitung konnte die Ghbalahi Aufbau-Schule in Taha nun im April den Betrieb aufnehmen. Durch die Corona-Pandemie hatte sich der Schulstart in ganz Ghana auf den 1. Januar verschoben. Da unsere Schule jedoch noch in privater Hand liegt, konnten wir das Startdatum individuell bestimmen und so sichergehen, dass ein ausgeklügeltes Hygienekonzept durchgesetzt und der Betreib reibungslos laufen kann.

Gestartet wurde nun die Aufbauschule für 21 Schüler*innen  im Alter von 15 bis 18 Jahren, die ihre Abschlussprüfung der SHS (Secondary High School; vergleichbar mit dem deutschen Gymnasium) nicht bestanden haben uns deshalb keinen Schulabschluss besitzen. Diesen können sie nun nachholen. Außerdem sollen Schüler*innen unterrichtet werden, die gar nicht erst die Möglichkeit haben eine SHS zu besuchen, weil die nächste Schule zu weit entfernt ist. Mit gezieltem Unterricht und einem Nachhilfeangebot von geschultem Lehrpersonal werden sie in den Kernfächern Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften gezielt auf die Abschlussprüfungen vorbereitet.

Bisher besteht das Personal aus drei Lehrkräften für Mathe, Englisch und Naturwissenschaften. Aufgrund der individuellen Umstände der Schüler*innen, findet der Unterricht nachmittags und an den Wochenenden statt. Viele von ihnen arbeiten oder müssen zuhause im Haushalt oder auf den Feldern helfen und können deshalb nicht vormittags zum Unterricht kommen. Die ersten 21 Schüler*innen kommen aus der direkten Umgebung der Schule aus Taha.

Aufgrund der anhaltenden Pandemie wurde auf Basis der Richtlinien der ghanaischen Regierung ein Hygienekonzept entwickelt, um eine sichere Umgebung zum Lernen schaffen zu können. Vor Beginn des Unterrichts muss sich jeder Teilnehmende die Hände gründlich waschen. Anschließend wird mit einer sogenannten „temperature gun“, einem kontaktlosen Thermometer, die Temperatur gemessen. Erst wenn diese unbedenklich ist, dürfen die Schüler*innen den Klassenraum betreten. Es herrscht Maskenpflicht im gesamten Gebäude. Zusätzlich werden die Räumlichkeiten täglich gereinigt. Masken und Desinfektionsmittel wurden vom Verein zur Verfügung gestellt.

Die meisten der Schüler*innen kommen aus einkommensschwachen Familien. Deshalb werden die laufenden Kosten auch weiterhin vom Verein übernommen. Wir wollen den Jugendlichen Bildung und damit Perspektiven und mehr Möglichkeiten für ihre Zukunft bieten. Wir sind deshalb weiterhin auf Spenden angewiesen und freuen uns über jede Unterstützung! Für Fragen und weitere Informationen sind wir unter unserer Emailadress info@tahaschulprojekt.de zu erreichen.

Spendenkonto:
Empfänger: Taha-Schul-Projekt e.V.
IBAN: DE31 7426 1024 0005 7637 54
BIC: GENODEF1CHA
Raiffeisenbank Chamer Land eG

Bei Angabe der Adresse schicken wir unaufgefordert eine Spendenquittung zu.

Auch wenn seit dem Verputzen der Mauern nicht viele Tage vergangen waren, sahen die Bilder, die uns unsere Partner eines Tages im November schickten, ganz anders aus. Als hätte jemand plötzlich den Farbfilm in die Kamera getan, erstrahlte das Gebäude nun in leuchtenden Farben.
Wir sind richtig stolz auf die schöne Schule und wer die Bilder sieht, kann das gut verstehen. Das Gebäude leuchtet in gelb und rot und passend dazu wurden nun auch die Fenster mit grasgrünen Läden eingesetzt. Man könnte meinen, dass sich die Maler von der ghanaischen Nationalflagge inspirieren haben lassen.

Die Bauarbeiten sind somit abgeschlossen. Momentan wird noch an den Möbeln geschreinert, doch diese sollten in wenigen Tagen fertig sein. Dann dauert es nicht mehr lang, bis die Schule ihre Türen öffnet. Für 40 Schülerinnen und Schüler soll ab März der Unterricht beginnen. Weil ein Klassenzimmer nicht ausreichend ist, um als weiterführende Schule angesehen zu werden, werden wir zunächst ein Sondermodell verfolgen. Die sogenannte Aufbauschule soll die Jugendlichen auf den Abschluss der Mittelschule (JHS) vorbereiten. Dazu werden drei ausgebildete Lehrer angestellt werden.

Mit dem Schulstart und dem laufenden Betrieb kommen auch viele Kosten auf uns zu. Schulbücher, Hefte und Stifte müssen angeschafft und die Lehrkräfte selbstverständlich bezahlt werden. Deswegen haben wir eine neue Spendenkampagne ins Leben gerufen. Unter dem Motto „2021 – In Taha Schule machen“ sammeln wir Spenden, die für den Schulbetrieb verwendet werden. Gleichzeitig möchten wir verstärkt in Deutschland über unser Projekt und die Schulsituation informieren. Unter dem gleichnamigen Reiter findet ihr ein tolles Infovideo. Helft mit, dass wir gemeinsam eine bessere Bildungssituation in Taha schaffen!

Was für ein tolles Gefühl ist es diese Bilder zu sehen! Nach all den Jahren harter Arbeit zeichnet sich nun endlich der Lohn für unsere Mühen ab. Natürlich ist die Schule noch nicht fertig, aber die Bauarbeiten laufen richtig gut. Nun braucht man nicht mehr viel Fantasie, um sich vorzustellen, was da einmal stehen wird.

Wo man zuletzt nur eine große, rechteckige Betonfläche sehen konnte, steht nun ein beeindruckendes Haus. Nachdem man die Arbeiten am Boden endlich abgeschlossen hatte, wurde mit den Mauerarbeiten begonnen. Diese dauerten nicht mal eine Woche, sodass es aussah als würde unser Schulgebäude wie ein Pilz aus dem Boden schießen. Nach den Maurern waren die Zimmerer an der Reihe, um einen hölzernen Dachstuhl auf den Wänden zu errichten. Zum Abschluss des Rohbaus haben sie unserer Schule dann eine strahlende Krone in Form eines Wellblechdachs aufgesetzt.
Doch nach dieser erfolgreich abgeschlossenen Etappe, wurde sogleich weitergearbeitet. Die restlichen Mauern bis zum Giebel mussten verlegt werden und dann konnten unsere Arbeiter auch schon mit dem Verputzen beginnen. Diese mühevolle Aufgabe nahm einige Zeit in Anspruch, doch das Resultat zeigt, dass es die Mühe definitiv wert war.

Die Toiletten sind unsere zweite Baustelle und bei ihnen ging es fast genauso wie beim Klassenzimmerbau weiter – nur im kleineren Maßstab: Zuerst wurden die Mauern hochgezogen. Dabei wurden vier getrennt begehbare Kabinen gebaut und eine Außenmauer rundherum, welche als Sichtschutz dient. Auf die Kabinen wurde ebenso ein hölzerner Dachstuhl verlegt und mit einem Wellblechdach abgeschlossen. Zum Schluss wurde alles verputzt und nun wartet das Toilettenhäuschen zusammen mit dem Schulgebäude auf seinen Anstrich. Davon werden wir euch in Kürze berichten.

 

Seit dem Baubeginn im Mai ist noch nicht einmal ein halbes Jahr vergangen, doch was wir in Taha in dieser Zeit erreicht haben, ist einfach großartig.
Den ganzen Sommer über waren die Bauarbeiter richtig fleißig und haben unsere neue Schule in Rekordgeschwindigkeit weiter wachsen lassen. Lediglich durch den Regen gab es immer wieder mal kleinere Unterbrechungen. Nach dem Befestigen der Fundamente, wurde der Boden aufgeschüttet, verdichtet und mit einer Betonschicht überzogen. Dann konnte auch schon in die Höhe gebaut werden. Die Ziegel, die während der anderen Bauarbeiten bereits vor Ort aus Beton geformt wurden, verliehen der Schule bald den Anblick eines wirklichen Hauses.

Auch bei den Toiletten war man stets beschäftigt. Denn die Sickergrube musste mit Beton verkleidet und das Loch schließlich wieder zugeschüttet werden. Darauf wurde ebenfalls bereits der Boden mit den entsprechenden Löchern verlegt, welche für die landestypischen Hocktoiletten unerlässlich sind. Als nächster Schritt wird darüber ein Toilettenhäuschen gesetzt.

Der Fortschritt auf der Baustelle macht uns großen Mut unser Ziel einer Schule in Taha bald erreichen zu können. In der Bildergalerie  könnt ihr euch selbst davon überzeugen.

Nicht einmal eine Woche dauerte es, nachdem wir die frohe Nachricht von der Förderung durch die W.P. Schmitz Stiftung erhalten hatten, und schon rollten die ersten Bagger und Laster ins sonst so beschauliche Taha. Seit Anfang Mai herrscht dort, wo vorher grünes Buschland war, reger Betrieb. Es wird gegraben, Beton gemischt und gemauert.

Bereits jetzt kann man an Hand der Fundamente die Umrisse unserer zukünftigen Schule erkennen. Jene wurden in Rekordgeschwindigkeit verlegt, gerade noch rechtzeitig vor der einsetzenden Regenzeit.

Diese hätte den Beginn der Bauarbeiten fast in den September verschoben, denn für die Fundamente ist es wichtig, dass der Boden trocken ist, damit keine Folgeschäden entstehen. Doch wir hatten Glück und die weiteren Schritte sind nur noch insofern vom Wetter abhängig, als dass bei Regen eine Baupause eingelegt werden muss.

Ebenso entscheidend war der erste Bauabschnitt der Toiletten, denn für diese musste eine ca. zwei Meter tiefe Grube gegraben werden, die natürlich nicht vom Regen zugeschüttet werden sollte. Doch auch hier wurde der kritische Punkt überschritten, denn das Loch wurde bereits mit Betonziegeln ausgemauert. Als weitere Schritte folgen nun die Fortsetzung der Arbeiten an der Basis des Gebäudes, das Aufschütten und Einebnen der Grundfläche mit insgesamt drei Schichten aus Erde bzw. Schotter und das Ausgießen des Bodens.

Die Bauaufsicht inspiziert die Sickergrube für die Toilette

Die Fundamente der Schule stehen bereits

Mit der Leitung der Baustelle ist das lokale Bauunternehmen Modi constructions betraut, das uns mit einem sehr günstigen Angebot überzeugte und bereits breite Erfahrung mit Schulbauten besitzt. Von seiner Effizienz zeugen die schnellen Fortschritte am Bau. Außerdem bescheinigte ein unabhängiger Ingenieur, der als Bauaufsicht engagiert wurde, eine qualitativ hochwertige Arbeit.
Wir sind zuversichtlich, dass der Bau auch weiterhin so reibungslos und zufriedenstellend verläuft und halten euch auf dem Laufenden.

 

Mit dem Februar endete auch unsere Aktion „10für10“, die in den sozialen Medien und im lokalen Umfeld unseres Vereins für viel Aufmerksamkeit sorgte. Die Aktion war ein voller Erfolg und am Ende konnten wir 14.225€ für unser Projekt sammeln.

Vielen vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender an dieser Stelle!

Wir erhielten aber nicht nur viel Geld, sondern auch großen Zuspruch und Motivation, was uns ebenfalls viel bedeutet, weil es uns immer wieder in unserer Arbeit bestärkt. Zuletzt sei nochmal an die Verantwortlichen der Aktion ein großer Dank ausgesprochen, die großen Anteil an ihrem Erfolg hatten.

Wer sich an das Video erinnert, wird wissen, dass „10für10“ ein Teil einer größeren Kampagne ist, um die Finanzierung des ersten Gebäudes unserer geplanten Schule sicherzustellen. Der andere Teil war ein Antrag um öffentliche Fördergelder der W.P. Schmitz-Stiftung. Letzte Woche erhielten wir nun endlich die lange ersehnte Nachricht: Wir werden von der W.P. Schmitz-Stiftung mit 10.000€ gefördert. Das bedeutet für uns einen großen Erfolg, denn somit ist die Gesamtfinanzierung des oben genannten Projekts sichergestellt.

Das bedeutet auch, dass unsere Arbeit mit dem gleichen Elan weitergeht, denn nun wollen wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen. Deswegen sind wir zurzeit fast rund um die Uhr damit beschäftigt alle dafür nötigen Vorkehrungen zu treffen. Wir hoffen euch schon bald den erfolgten Baubeginn mitteilen zu können!

Das Jahr 2019 war für unseren Verein von intensiver Arbeit aber auch von einigen Erfolgen geprägt. Wir hatten uns zunächst für eine Förderung durch öffentliche Gelder beworben und so gehofft den Schulbau beginnen zu können. Leider wurden wir allerdings in eine geringere Förderkategorie eingestuft, sodass das bereits geplante Projekt wegen der insgesamt zu großen Gesamtkosten für diese Förderkategorie nicht mehr realisierbar war.

Jedoch ließen wir uns davon nicht entmutigen und starteten die Planung für ein kleineres Projekt, von dem wir unten noch mehr berichten werden. Außerdem waren unsere Partner in Ghana sehr erfolgreich in Verhandlungen mit dem ghanaischen Schulministerium GES und bekamen die schriftliche Zusicherung, dass unsere Schule vom Staat übernommen wird, sobald sie fertig gestellt ist. Das bedeutet einen großen Erfolg für uns, da somit keine laufenden Kosten für unseren Verein nach Vollendung des Schulbaus anfallen werden.

Die Organisatorinnen des Sportfestes übergaben die Spende bei der Schulabschlussfeier

Im Juli freuten wir uns über den großartigen Einsatz der Schülerinnen und Schüler des Joseph-von-Fraunhofer Gymnasiums in Cham, da sie insgesamt 1.116 km für den guten Zweck liefen und dabei pro Runde 2€ von einem privaten Sponsor für unser Projekt bzw. die Partnerschule des Gymnasiums in Togo gesammelt wurde. Somit durften wir uns mit großer Freude über eine fantastische Spende von 3653,40€ bedanken!

Diese Summe setzten wir zum Teil gleich in einem kleinen Projekt ein, welche unsere ghanaischen Partner schon zu Beginn des Jahres angestoßen hatten. Einer Studie des ghanaischen Bildungsministeriums (GES) zu Folge sind große Mängel in der Schulbildung auf fehlende Lesepraxis zurückzuführen. Jedoch haben die Kinder in Ghana oft keine Gelegenheit zu lesen, da sie selbst oft nur wenige oder keine Bücher besitzen und nicht in jeder Schule Bibliotheken vorhanden sind. Deswegen erwarben unsere Partner von der NEA insgesamt 600 Lesebücher verschiedener ghanaischer Autoren und verteilten sie an die Kinder in vier Grund- und Mittelschulen in unserem Wirkungsgebiet. Damit ist das Projekt aber noch nicht zu Ende, denn Veranstaltungen wie z.B. Lesewettbewerbe sollen die Kinder auch weiterhin zum Lesen motivieren.

Obwohl wir mit diesem kleinen Projekt einen sichtbaren Erfolg erzielt haben, richtet sich unser Hauptaugenmerk nach wie vor auf unser großes Ziel: Die Gründung einer weiterführenden Schule. Diesem kamen wir in der zweiten Hälfte des Jahres einen großen Schritt näher.

Schon ab August begann die Planung für ein neues Projekt, in dem ein kleiner Teil des Schulgebäudes in einem ersten Schritt verwirklicht werden sollte.
Im Detail sieht das Projekt den Bau eines Gebäudes, ein 42m² großes Klassenzimmer, sowie ein Büro und einen Lagerraum vor. Zusätzlich wird eine Sanitärstation mit insgesamt 4 getrenntbegehbaren, landestypischen Toiletten gebaut. Außerdem im Projekt enthalten ist die Ausstattung der Schule mit Schulbänken und den entsprechenden Schulbüchern, sodass nach Projektabschluss bereits Unterricht in Form von Förderstunden am Abend und an den Wochenenden stattfinden kann.

Obwohl dieses Projekt bereits auf die wesentlichen Elemente reduziert wurde, übersteigt es nach wie vor die vereinseigenen Mittel. Deswegen begannen wir im September mit der Ausformulierung eines Förderantrags an die W.P. Schmitz Stiftung, welche zivilgesellschaftliche Nichtregierungsorganisationen wie uns unterstützt. Der Antrag wurde bereits an die Stiftung geschickt und soll zu Beginn dieses Jahres geprüft werden.

Gleichzeitig wollten wir mit der Kampagne „10für10“ möglichst viele Spender animieren, um das noch fehlende Restbudget von 10.000€ zu akquirieren. Mit einem aufwändig gestalteten Video und Berichterstattung in den lokalen Medien konnten wir große Aufmerksamkeit erzielen, sodass wir kurz vor Weihnachten schon über 7.000€ auf diese Weise gesammelt hatten. Kurz darauf gingen einige weitere großzügige Spenden ein, sodass wir zum Ende des Jahres unserem Spendenziel schon erstaunlich nahegekommen sind. Allerdings läuft die Kampagne auch weiterhin und wir freuen uns über jede Spende, die garantiert unserem Projekt zu Gute kommen wird.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen unseren Unterstützerinnen und Unterstützern für das zurückliegende Jahr bedanken. Wir freuen uns sehr auf das Jahr 2020, in dem wir aller Voraussicht nach mit dem Bau beginnen werden. Wir hoffen, dass wir noch viele weitere erfolgreiche Projekte auf den Weg bringen können um den Kindern um Norden Ghanas eine gute schulische Ausbildung zu ermöglichen. Vielen Dank!