Kennt ihr Ananse und wie er es geschafft hat Herrn Schildkröte zu überlisten? Oder das Schlitzohr Kofi und seine Streiche? Habt ihr von dem schwarzen Topf gehört, aus dem plötzlich ein Kaninchen sprang? Und wisst ihr was mit dem Jungen passiert ist, der sich in einen Baum verwandelt hat?

Die Bezirksleiterin von Sagnarigu übergibt die Bücher an den Schulleiter einer Grundschule

Nein?!? Dann solltet ihr euch in den nächsten Tagen vielleicht einmal mit den Kindern aus Taha austauschen.
Denn während ihr diesen Artikel lest, sitzen sie wahrscheinlich ganz gespannt über den Büchern, in denen diese Abenteuer erzählt werden. Es handelt sich dabei um insgesamt 600 Lesebücher für Grund- und Mittelschulen in Ghana, die unsere Partnerorganisation Northern Educational Alliance (NEA) vergangene Woche an vier Schulen in der Region um Taha verteilt hat. Bei der Verteilung unterstützt haben sie die Bezirksleiterin von Sagnarigu, der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft CCT Sektion Northern und Delegierte des Chief-Palasts.

Die Maßnahme war Teil des Leseprojekts, welches wir in enger Absprache mit dem ghanaischen Bildungsministerium GES durchführen, um das Lernverhalten der Kinder zu verbessern. Das GES hat herausgefunden, dass mit häufigeren Leseübungen Defizite beim Lernen aufgeholt werden können. Das Problem an dieser Sache ist, dass es schlichtweg am Übungsmaterial mengelt, denn die Kinder besitzen selbst kaum eigene Bücher und nur die größeren Schulen im Land verfügen über Bibliotheken.

Deswegen haben wir gemeinsam mit der NEA das „Schoolbooksproject“ geplant, in dem wir in einem ersten Schritt Lektüren an die Kinder verteilt haben. In den folgenden Wochen haben die Kinder Zeit die Bücher zu lesen, während sie durch Begleitprogramme wie Lesewettbewerbe und Quizze zusätzlich motiviert werden sollen.

Das Projekt konnte durch die Spenden der letzten Monate finanziert werden, wobei wir uns besonders bei den Schülerinnen und Schülern des JvFG Cham bedanken, die bei einem Spendenlauf über 1800€ für unser Projekt sammelten. Aber auch an alle anderen treuen SpenderInnen geht ein herzliches Dankeschön!

In der Bildergalerie seht ihr ein paar Eindrücke von der Bücherverteilung an die Schulkinder:

Unser ganzer Verein bedankt sich herzlich beim Chamer Squash und Freizeitclub e.V. für die Spende von 1.000€ für unser Projekt. Dabei handelt es sich um den Erlös des diesjährigen Sommernachtsfests. Das „Old-Shatterhand-Fest“, wie das Sommerfest des Vereins weithin bekannt ist, fand unter großem Andrang in Pitzling zum 31. Mal statt. Mit der Spende wollen die Chamer Squasher uns Starthilfe für den forcierten Schulbeginn geben.

Raimund Huber und Hans Schmaderer (li. u. re. außen) vom Chamer Squash- und Freizeitclub e.V. übergeben im Beisein von Schulleiter Uwe Mißlinger die Spende von 1000,- € an die Betreuerin des schuleigenen Kinderhilfswerks, Wally Kutscher, die damit das Taha-Schulprojekt unterstützt.

Wir bedanken uns außerdem beim Joseph-von-Fraunhofer Gymnasium Cham, welches uns im Rahmen des Kinderhilfswerks unter der Leitung von Wally Kutscher seit Beginn unterstützt und die Spende empfing. Besonderer Dank geht dabei an StD a.D. Christian Nowotny, der den Vorstand des Chamer Squashclubs auf unser Projekt aufmerksam gemacht hat. (Originalbericht: jvfg-cham.de)

1116 km. Das entspricht der Entfernung zwischen Cham und Rom. Allerdings ging es hier nicht um einen Extremmarathonlauf in die italienische Hauptstadt. Denn die 1.116 km wurden in insgesamt 1800 Runden um die Quadfeldmühle in Cham von den Schülerinnen und Schülern des Joseph-von-Fraunhofer Gymnasiums gelaufen. Diese schweißtreibende Anstrengung vollbrachten die Jugendlichen aber nicht nur zum Spaß, sondern für einen guten Zweck im Rahmen des diesjährigen Sportfests: Weil für jede gelaufene Runde 2 € von einem privaten Sponsor gespendet wurden, kamen am Ende des Spendenlaufes insgesamt 3653,40 € zusammen.

Die Organisatorinnen des Sportfestes übergaben die Spende bei der Schulabschlussfeier

Diese Summe wurde zu gleichen Teilen auf zwei Projekte aufgeteilt, die eng mit dem JvFG verbunden sind. Zum einen erhält die Partnerschule in Togo, das Collège Saint Albert le Grand Atakpamé, den Zuschuss für dringend anstehende Renovierungen. Und zum anderen bekam unser Projekt die Spende für unser großes Vorhaben, den Bau des ersten Schulgebäudes. Das JvFG unterstützt unseren Verein seit Beginn, vor allem im Rahmen seines Kinderhilfswerks, aber auch mit Aktionen wie dieser.

Wir bedanken uns an erster Stelle bei den Schülerinnen und Schülern für ihre tolle Leistung und außerdem bei den Organisatorinnen des Sportfests, Margot Alt und Andrea Rothfischer und wünschen schöne Ferien.

Ganz gemütlich ging diese Spendenübergabe, am Samstag, den 20. Juli, vonstatten. Eine Abordnung unseres Vereins traf sich auf der Terrasse des Restaurants „Da Virginio“ in Cham mit Mitgliedern der Laienspielgruppe Pemfling. Dabei überreichte uns die Vorsitzende der Theatergruppe, Katja Kraus einen Scheck in Höhe von 1.000 €. Dies ist ein Teil des Erlöses aus der vergangenen Spielzeit, welchen die Pemflinger seit jeher an karitative Zwecke spenden. Unser Vorstand, Christoph Wenzl, nahm die Spende dankend entgegen und informierte über den aktuellen Stand und die anstehenden Projekte.

 

Der ganze Verein bedankt sich noch einmal recht herzlich für die tolle Unterstützung! Wer interessiert ist an den Theateraufführungen der Laienspielgruppe Pemfling, kann sich auf ihrer Internetseite: www.laienspiel-pemfling.de darüber informieren. Die Spielzeit ist jedes Jahr nach Weihnachten, im Dezember und Januar.

 

Stück für Stück nimmt unser Projekt Gestalt an. Auch wenn wir uns sowohl in Deutschland als auch in Ghana in der heißen Planungsphase für das erste Schulgebäude befinden, so stand der Termin in Tamale letzten Freitag ganz oben im Kalender des Vorsitzenden unserer Partnerorganisation NEA, Alhassan Salifu.
Denn beim Treffen mit zwei wichtigen Vertreterinnen des ghanaischen Staates ging es um die Zukunft unseres Projekts nach den baulichen Maßnahmen.

Samata Mahama ist „district education director“ für den Bezirk Sagnarigu. Das heißt, sie ist die höchste Autorität für Bildungsangelegenheiten in unserem Zielgebiet. Die andere Staatsvertreterin, die in ihrer Funktion als Human Ressource Managerin am Treffen teilnahm, war Mahama Rukiya. Sie ist ua. dafür verantwortlich, dass unsere Schule später mit entsprechenden Lehrkräften bestückt wird.

Wie schon am Foto zu erkennen ist, verlief das Treffen überaus erfolgreich. Die beiden Beamtinnen sicherten uns volle Unterstützung durch den Staat zu. So wird es unseren Schülerinnen und Schülern möglich sein nach Ablauf ihrer Schulzeit an unserer Schule an den Prüfungen zum WASSCE, dem westafrikanischen Pendant zum Abitur, teilzunehmen.

Außerdem ist schon von langer Hand geplant, dass wir unsere Schule einmal an den Staat übergeben werden. Diese früher gängige Maßnahme ist derzeit eingestellt. Die Direktorinnen sicherten uns allerdings zu, dass sich das bald ändern würde und teilten uns mit, dass wir uns dafür bereits jetzt bewerben können.

Obwohl sich Vertreter unseres Vereins bereits 2016 mit dem damaligen Amtsinhaber getroffen hatten, war dieser Termin dennoch sehr wichtig, denn nach dem Wechsel der Regierung 2017 wurden auch alle Posten neu besetzt. Dies hat allerdings keine Konsequenzen für unser Projekt, denn die jetzige Direktorin ist ganz auf unserer Seite.

Wir hätten uns alle sehr gewünscht an dieser Stelle vom Beginn des Schulbaus zu berichten. Leider ging unsere erhoffte Planung nicht auf und somit verzögert sich der Start der Bauarbeiten nun um ein paar weitere Monate.

Großer Andrang bei der Inbetriebnahme des Brunnens

Dabei begann das Jahr 2018 sogar mit Bauarbeiten. Wir bohrten zum zweiten Mal einen Brunnen, nachdem beim ersten Mal der damals zuständigen Baufirma ein Fehler unterlaufen war. Dieses Mal wollten wir jedoch kein Risiko eingehen. Deswegen wurde großer Wert auf die Suche nach der richtigen Stelle gelegt. Und auch die neue Baufirma, die mit dem Auftrag betraut war, leistete gute Arbeit. Somit konnte im Januar der neue Brunnen in Betrieb genommen werden. Seitdem ist er für die Dorfbewohner eine große Hilfe, denn er liefert Trinkwasser und Wasser zum Waschen.

Unser großes Ziel zu Beginn des Jahres war jedoch der Bau eines Teils der Schule. Geplant war ein Gebäude mit drei Klassenzimmern sowie einem Büroraum. Die Gesamtkosten von 72.000€ waren allerdings zu hoch als dass sie unser Verein allein hätte stemmen können. Deswegen sahen wir uns nach Großspendern und Stiftungen um. Tatsächlich konzentrierten wir uns die Unterstützung des Bundesministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) zu bekommen. Jenes vergibt Förderungen an Projekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Weil wir die formalen Kriterien erfüllten und unser Projekt gut zur Zielsetzung passte, stellten wir einen Antrag beim BMZ, welcher leider zurückgewiesen wurde. Die Begründung lautete, dass wir bisher einfach zu wenige Projekte durchgeführt hätten. Das war für uns eine große Enttäuschung, denn zum einen stand ein großer Aufwand hinter dem Antrag und zum anderen hatten wir große Hoffnungen daran geknüpft. Nun mussten wir unseren Plan ändern und in kleineren Schritten denken.

Diese nahmen konkrete Gestalt in Form eines anderen Bauprojekts an. Diesmal planten wir ein einziges Klassenzimmer mit einem Büro und Lagerraum zu errichten, was deutlich weniger kosten würde. Gleichzeitig wollten wir an dieses Bauprojekt auch eine strukturbildende Maßnahme anschließen.
Schon im Zuge des Brunnenbaus wurde ein Komitee gegründet, welches sich um dessen Inbetriebnahme und Instandhaltung kümmert. Gleiches war auch für das Klassenzimmerprojekt gedacht, also ein Elternbeirat, der den Einwohnern den Stellenwert der Bildung verdeutlicht. Zusammen mit dem Bau des Klassenzimmers gaben wir auch für dieses Projekt einen Förderantrag, diesmal an die W.P. Schmitz Stiftung ab. Leider ist der Andrang an Projekten bei dieser Stiftung so groß, dass sie ihn erst dieses Jahr bearbeiten werden. Wir hoffen auf also noch immer auf eine Bewilligung.

Auch in Ghana gab es Verzögerungen im Zusammenhang mit Behörden. Obwohl wir bereits das Grundstück besitzen, auf dem die Schule gebaut werden soll, wollten wir es auf unsere Partnerorganisation umschreiben lassen bzw. ihr ein Erbbaurecht, eine sog. „Lease“ einräumen. Damit versuchen wir professionelle Strukturen schaffen anstatt auf das Vertrauen auf Einzelpersonen zu setzen. Leider ist mit diesem Prozess ein großer verwaltungstechnischer Aufwand verbunden. Wahrscheinlich ist Bürokratie in jedem Land ein leidiges Thema, aber besonders in Ghana bekommen wir sie sehr hart zu spüren: Obwohl schon im September beantragt, ist die „Lease“ noch immer nicht vollständig bewilligt. Zuletzt verzögerte der Tod eines wichtigen traditionellen Führers den Prozess.

Zu Ende des Jahres gewannen wir noch einen neuen Kooperationspartner. Die Fitnesslounge Cham startete extra für uns ein Challengesystem, bei dem durch Trainingsleistungen Spenden für unser Projekt generiert wurden. Somit kamen 1600€ zusammen. Auf Grund des Erfolgs will uns die Fitnesslounge Cham auch weiterhin unterstützen.

Vortrag bei den 6. Klassen des KAG

An dieser Stelle möchten wir auch das Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg, speziell die AG für Entwicklung und Frieden und die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse erwähnen. Sie veranstalteten einen Spendenlauf für unser Projekt, bei dem sie 4900€ sammelten.

Obwohl der Bau der Schule noch immer auf sich warten lässt, bleiben uns viele Spender, Mitglieder und Unterstützer treu verbunden. Wir möchten uns für das in uns gesetzte Vertrauen an dieser Stelle ausdrücklich bedanken, denn ihr unterstützt uns nicht nur finanziell, sondern gebt uns auch wieder Motivation für unsere Arbeit. Deswegen starten wir voller Wünsche, Erwartungen und Tatendrang in ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2019!

Bereits im letzten Jahr startete unsere Kooperation mit der Fitnesslounge Cham. Deren Inhaber Martin Hiebl zeigte sich sehr interessiert an unserem Projekt und wollte es gerne unterstützen.
Im November fiel dann der Startschuss für die erste Aktion: Die „Let’s move for a better world challenge“.
Die Trainingsleistungen der Mitglieder wurden in einem Challengesystem in Punkte umgerechnet, welche das Fitnessstudios wiederum in Spenden verwandelte. Somit kamen bereits 1600€ zusammen, die unser zweiter Vorstand Andreas Sperlich auf dem Weihnachtsbrunch der Fitnesslounge feierlich entgegennahm.

Die Spendenaktion kam bei den Teilnehmern sehr gut an, weshalb wir die Zusammenarbeit auch weiterhin fortsetzen. Aktuell läuft eine Verlosung, deren Erlös an unser Projekt gespendet werden soll. Wir bedanken uns schon jetzt bei Martin Hiebl und der Fitnesslounge Cham für ihre großartige Unterstützung und wünschen allen Mitgliedern weiterhin viel Spaß beim Trainieren!

Noch wird fleißig getuschelt und gelacht, doch dann ist es plötzlich still in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) in Westerburg. Trommelmusik ertönt aus den Lautsprechern. Mit einem kleinen Eröffnungsfilm stimmt Christoph Wenzl die versammelten Schülerinnen und Schüler auf das folgende Programm ein.

Dicht gefüllt war die Aula das KAG

Denn am 11. Juni standen nicht Deutsch oder Mathematik auf dem Stundenplan der Sechstklässler. Stattdessen bekamen sie zwei Stunden lang das Leben in Afrika, das ghanaische Schulsystem und die Arbeit des Taha-Schul-Projekts präsentiert. Mit vielen Bildern stellte Christoph Wenzl eindrücklich das ghanaische Dorfleben dar, zeigte Szenen aus der mit Autos verstopften Hauptstadt oder ebenso vollgestopfte Geschäfte. Die Jugendlichen wurden in eine neue Welt entführt und staunten über die fremden und überraschenden Bilder aus Ghana.

Nach der allgemeinen Einführung erzählte Wenzl dann vom Schulleben in Ghana und stellte speziell die Arbeit des Taha-Schul-Projekts vor. Von der Ursprungsidee bis zu den nächsten geplanten Bauprojekten erklärte er den Schülerinnen und Schülern jedes Detail. Zum Abschluss zeigte er ein Video, des in diesem Jahr fertiggestellten, neuen Brunnens, welches mit Applaus quittiert wurde. Für Wenzl war es ein Anliegen besonders genau auf die Arbeit des Vereins einzugehen, schließlich wollte er den Jugendlichen zeigen, wofür sie Spendengelder sammeln.

Christoph Wenzl zeigte Szenen aus Ghana.

Und das war überhaupt der Grund, warum der Vorsitzende unseres Vereins nach Westerburg kam, denn die Einnahmen des alljährlichen Spendenlaufs kommen in diesem Jahr dem Taha-Schul-Projekt zugute. Das Event wie auch der Vortrag wurden von der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Frieden (AGEF), einer SchülerInnengruppe organisiert. Die Verantwortlichen der Arbeitsgemeinschaft zeigten sich sehr erfreut über den Vortrag, ebenso wie der betreuende Lehrer und versicherten, dass es den Jugendlichen nochmals zusätzliche Motivation gegeben hätte beim Lauf in der darauf folgenden Woche viele Spenden zu sammeln.

Die Sechstklässler sammelten Spenden für das Taha-Schul-Projekt.

Das war dann tatsächlich der Fall, denn sagenhafte 4800€ konnten die Sechstklässler bei ihrem Lauf sammeln. Wir bedanken uns sehr herzlich für die großzügige Spende und die Einladung zum Vortrag. Uns freut es jederzeit über unsere Arbeit zu berichten und junge Menschen zu motivieren sich für andere einzusetzen. Ein besonderer Dank geht an die Mitglieder der AGEF für die tolle Organisation und ihr Engagement.

 

 

In der langfristigen Planung der Schule war schon immer ein Brunnen vorgesehen, zuerst aber nur, um die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte zu versorgen. Unsere Partner vor Ort versicherten jedoch, dass bereits während der Bauphase eine direkte Wasserversorgung die Arbeit vereinfachen würde und außerdem der erleichterte Zugang zu sauberem Trinkwasser eine erhebliche Verbesserung für die ansässige Bevölkerung bedeuten würde.

Deswegen wurde bereits 2016 die Bohrung eines Trinkwasserbrunnens mitsamt einer elektrischen, absenkbaren Pumpe durchgeführt. Damals unterlief der Baufirma jedoch ein grober Fehler, weshalb schon nach kurzer Zeit einfallender Sand die Pumpe verstopfte.
Die verantwortliche Baufirma konnte leider nicht zur Rechenschaft gezogen werden, sie ist inzwischen insolvent und so mussten wir wieder von Null beginnen. Wir waren einstimmig der Meinung, dass ein neuer Brunnen absolut notwendig sei. Diesmal bemühten wir uns aber um verschiedene Förderungen. Dadurch kam es zu einer kleinen Verzögerung, bis wir uns schließlich dazu entschlossen das Projekt wieder selbst zu finanzieren.

Mit diesem Entschluss übernahmen unsere Partner in Ghana die Arbeit. Zugleich war es das erste offizielle Projekt der neu gegründeten „Northern Educational Alliance“ (NEA), unserem Partnerverein.
Die größte Herausforderung trat gleich zu Beginn des Projekts auf. Es war die Suche nach einer geeigneten Bohrstelle. Deswegen wurden gleich mehrere geologische Gutachten für verschiedene Stellen erstellt. Die Umgebung von Tamale, worin auch Saguli liegt, ist allgemein dafür bekannt einen sehr niedrigen Grundwasserspiegel zu haben und mit diesem Problem wurden wir auch bei der ersten Brunnenbohrung schon konfrontiert.

Für die Brunnenbohrung wurden Angebote von drei verschiedenen Baufirmen eingeholt. Die Entscheidung fiel auf die Firma Terrahydro Associates LTD, welche am 13. Januar 2018 mit der Bohrung begann. Die Erwartungen waren sehr hoch und deswegen war auch der Andrang der Dorfbewohner, die den Arbeiten beiwohnen wollten stark. Unter anderem waren die Vorsitzenden der NEA, der Chief, sowie die Ältesten von Saguli anwesend. Zur großen Freude und allgemeinen Erleichterung stieß man schließlich in einer Tiefe von ca. 80 Metern auf Wasser. Damit war die größte Sorge einer vergeblichen Bohrung beseitigt. Weil der Bauunternehmer noch Baumaterial zur Brunnenbefestigung aus der Hauptstadt heranschaffen musste, verzögerten sich die Arbeiten noch um einen Monat, aber am 28. Februar 2018 war das Projekt vollständig abgeschlossen.
Der Brunnen steht ab sofort der Dorfbevölkerung als Trinkwasserquelle zur Verfügung. Betrieben wird er von einem Dieselgenerator. Um die anfallenden Kosten, sowie die Wartung des Brunnens kümmert sich ein eigens gegründetes Brunnenkomitee bestehend aus BewoherInnen des Dorfes. Sobald die Schule fertiggestellt ist, soll der Brunnen jedoch primär von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden.

Wir und die Bewohnerinnen und Bewohner von Saguli sind hocherfreut über den erfolgreichen Abschluss des Projekts, der spürbar zur Verbesserung der Situation vor Ort beitragen wird. Auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist, ist es ein Schritt in die richtige Richtung.

 

 

Auch wenn noch immer kein Schulgebäude auf unserem Grundstück in Taha steht, ist dennoch im letzten Jahr einigespassiert. Wir wollen euch natürlich auf dem neusten Stand halten und haben euch deshalb einen

Jahresüberblick über das vergangene Jahr zusammengestellt:

Starker Partner vor Ort

2017 wurde in Ghana eine NGO (Nichtregierungsorganisation) mit dem Namen „Northern Educational Alliance“ gegründet. Ihr Vorsitzender und unser langjähriger Partner, Alhassan Salifu,hatte die Grundidee zum Taha-Schul-Projekt. Durch den neu gegründeten Verein sollen Strukturen zur Bildung, insbesondere der Bildung von Mädchen, im Norden Ghanas geschaffen werden. Die NGO besteht aus fünf Mitgliedern und ist unser Partnerverein vor Ort.

 

Austausch mit anderen Vereinen

Vereinsgründer und Vorsitzender Christoph Wenzl hat im Mai an einem Beratungsseminar derOrganisation „bengo“, einem untergeordneten Gremium des BMZ, teilgenommen. Im Mittelpunkt des zwei-tägigen Seminars stand die Frage, wie man Förderanträge stellt und was dabei vor allem in anderen Ländern zu beachten ist. Außerdem bekam Christoph viele weitere wertvolle Tipps zur Projektarbeit und konnte sich mit Vertretern anderer Vereine austauschen und Kontakte knüpfen. Ziel im neuen Jahr ist es deshalb die Arbeit in Ghana noch besser zu strukturieren und nachhaltig vor Ort zu arbeiten. Aus diesem Grund wurden in Ghana ein Brunnen- und ein Erziehungskomitee gegründet, um die Fortschritte und Probleme im Auge zu behalten und so den langfristigen Erfolg des Projekts sicherzustellen.

Inspiriert durch die Eindrücke aus dem Seminar haben wir uns im letzten Jahr vor Allem mit der Planung des Projekts beschäftigt. So konnten wir eine solide Grundlage für alle weiteren Schritte erarbeiten und hoffen in diesem Jahr einen Förderantrag an das Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) zur Finanzierung des Hauptgebäudes der Schule stellen zu können.

Ein neuer Brunnen für Taha

Auch unsere Partner in Ghana waren fleißig im letzten Jahr. Sie haben eine neue Brunnenbohrfirma engagiert. Anfang dieses Jahres beginnen nun die Arbeiten am neuen Brunnen, der nicht nur für die Bauarbeiten wichtig ist, sondern auch für den späteren Schulbetrieb. Zunächst sollen der Brunnen aber   den Dorfbewohnern als Trinkwasserquelle dienen, da sie bisher nur sehr schwierigen Zugang zu sauberem Wasser haben erhalten und wir hoffen dadurch ihre  Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.

Danke!

Abschließend wollen wir Danke sagen. Ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Mitglieder und Spender wären wir nie so weit gekommen. Taha-Schul-Projekt e.V. hat mittlerweile schon 32 Mitglieder. Wir bedanken uns für alle Mitgliedsbeiträge, alle Spenden, die bei Geburtstagsfeiern und anderen Veranstaltungen gesammelt wurden und für die Mithilfe bei der Organisation und Koordination der alltäglich anfallenden Aufgaben.  An dieser Stelle geht ein besonderes Lob an Robert Wenzl, der im letzten Jahr unsere Website neu gestaltet hat.

Wir freuen uns auf ein aufregendes und produktives Jahr 2018!